Standards
gesundheit schwyz definiert ... Gesundheit, Prävention und Gesundheitsförderung.
Gesundheit
Der Begriff Gesundheit bezeichnet keinen absoluten Zustand, sondern ein Kontinuum zwischen Wohlbefinden/Unwohlsein und die Abwesenheit/Anwesenheit von Krankheiten. Laut WHO sind die folgenden Determinanten zur Positionierung auf dem Kontinuum ausschlaggebend: körperliches, psychisches und soziales Wohlbefinden, Selbstbestimmung und Eigenverantwortung.
Grundlegende Bedingungen und konstituierende Momente von Gesundheit sind Frieden, angemessene Wohnbedingungen, Bildung, Ernährung, Einkommen, ein stabiles Öko-System, eine sorgfältige Verwendung vorhandener Naturressourcen, soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit. Jede Verbesserung des Gesundheitszustandes ist zwangsläufig fest an diese Grundvoraussetzungen gebunden.
Prävention
Der Begriff Prävention (vom lateinischen prævenire «zuvorkommen, verhüten») bezeichnet vorbeugende Massnahmen, um ein unerwünschtes Ereignis oder eine unerwünschte Entwicklung zu vermeiden. Prävention nimmt ihren Ausgangspunkt bei Krankheiten und Störungen und zielt darauf ab, die Risiken zu reduzieren.
Gesundheitsförderung
Gesundheitsförderung nimmt ihren Ausgangspunkt bei Ressourcen und fördert diese.
Gesundheitsförderung umfasst Massnahmen und Aktivitäten, mit denen die Stärkung der Gesundheitsressourcen und -potenziale der Menschen erreicht werden sollen. Gesundheitsförderung ist ein Prozess, um Individuen und Gruppen zu befähigen, ihre Kontrolle über die Determinanten der Gesundheit zu erhöhen und dadurch ihre Gesundheit zu verbessern.
Primärprävention, Früherkennung, Behandlung
Als Prävention sind alle Massnahmen zu bezeichnen, die zum Ziel haben, ein noch nicht bestehendes Problem zu verhindern, während alle Massnahmen, die ein manifestes Problem als Anlass haben, der Behandlung zugerechnet werden. Als Früherkennung und Früherfassung werden Massnahmen bezeichnet, welche zum Ziel haben, Probleme oder Anzeichen für diese Probleme in einem frühen Stadium zu beobachten, den Austausch dieser Beobachtungen zu regeln und entsprechende Massnahmen einzuleiten. Diese Früherkennung erweist sich immer mehr als wichtigster Bestandteil einer nachhaltigen Präventionsarbeit.
Verhaltens- und Verhältnisprävention
Während die Verhaltensprävention (individuelle oder personale Prävention) bestrebt ist, Problemursachen direkt bei der Zielgruppe anzugehen (z.B. die Abgrenzungsfähigkeit oder den Informationsstand zu verbessern), richten sich die Massnahmen der Verhältnisprävention (strukturelle Prävention, Setting-Ansatz) an die sozialen Systeme in der Lebenswelt der Zielpersonen, also an Schulen, Familien, Betriebe, Peer-Groups etc.
Universelle, selektive und indizierte Prävention
Diese Unterscheidungskette sagt aus, dass sich universelle und selektive Prävention auf die Zielgruppenbestimmung beziehen, während es sich bei den Massnahmen der indizierten Prävention um Frühbehandlungsmassnahmen handelt, die sich an Personen mit einem ganz konkreten Problembezug richten – ein Problembezug, der bei den Zielpersonen der Prävention (Primärprävention, universelle und selektive Prävention) noch nicht vorhanden ist.
Grundlage
Best Practice
Gesundheit Schwyz orientiert sich am Konzept 'Best Practice' der Gesundheitsförderung Schweiz. Best Practice in der Gesundheitsförderung und Prävention heisst, die Werte und Prinzipien von Gesundheitsförderung und Prävention systematisch zu berücksichtigen, auf das aktuelle wissenschaftliche Wissen und Experten- / Erfahrungswissen aufzubauen, die relevanten Kontextfaktoren zu beachten, und die beabsichtigen positiven Wirkungen erreicht zu haben.
Weitere Grundlagen:
Methoden und Anwendungsfelder
Weitere Qualitätsmerkmale
